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Ketten werden bleibend gelängt und deshalb sind Nachspann-möglichkeiten, wie z.B. Spannräder, Spannbänder, Spannschienen oder verstellbare Achsabstände, vorzusehen.

Kleine Achsabstände sind für die Laufruhe eines Kettentriebes günstiger, größere Abstände demgegenüber haben einen geringeren Verschleiß, da die einzelnen Kettenglieder nicht so häufig in Eingriff sind. Diese langen Ketten weisen aber bereits nach kurzer Betriebszeit große Längungen auf (starker Durchhang, ruckartiger Lauf), die dann Stützräder. Führungsschienen u.ä erforderlich machen.

Ein üblicher Bereich für Achsabstände bei Zweiräder-Kettengetrieben und normalen Betriebsbedingungen liegt bei:

Rollenketten: (30…50) · p ≤ a ≤ (80…100) · p
Zahnketten: a < 70 · p

Spannräder (Bild 1, 3) sind notwendig, wenn der Ketten-durchhang begrenzt oder ein Mindestumschlingungswinkel eingehalten werden muss. Sie werden im Leertrum angeordnet, z.B. durch Federkraft angepresst und sollen die Kette mit mindestens 3 Zähnen führen. Spannräder können weiterhin mit einem Exzenter, hydraulisch, pneumatische oder nur durch Gewichtskraft gegen das Leertrum gedrückt werden.

Damit der Umlenkwinkel nicht zu groß wird (Gelenkverschleiß) ist eine Zähnezahl für das Spannrad nicht kleiner als 13 zu wählen. Bei Kettengeschwindigkeiten über 7 m/s sollten die Spannräder 17…25 Zähne erhalten.

1 Spannband
2 Spannschuh

Ähnliche Wirkungen wie mit Spannrädern erzielt man bei kurzen Ketten mit Spannbändern aus Federstahl oder Spannschuhen (Bild 2). Gegenüber den Spannrädern benötigen sie weniger Raum und sind somit billiger. Die Bänder können mit Kunststoff wie Polyamid oder Polyester belegt werden. Gleitschienen (Bild 4) werden vermehrt bei langen Ketten eingesetzt. In etwa 0,5 mm Abstand vom Lasttrum angeordnet, kann man die Schwingungsausschläge der Kette begrenzen.

Ketten geraten besonders oft bei stoßhaftem Betrieb wie in Antrieben mit Kolbenmaschinen leicht in Schwingungen, die ebenfalls zu einem unruhigen Lauf führen. Oftmals sind deshalb Schwingungsdämpfer unentbehrlich (Bild 3).

Bei großen Übersetzungen muss darauf geachtet werden, dass das Ritzel (Kleinrad) eine genügend große Umschlingung aufweist, denn es gilt, je mehr Zähne im Eingriff sind, um so geringer wird die Belastung für einen Zahn und um so geringer ist der Verschleiß an den Bauteilen des Kettentriebes.

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